Was will ich beibehalten, was verändern?

Corona-Selbstreflexions-Challenge: Was lerne ich aus dieser Zeit? COVID-19 aka Corona beeinflusst unseren Alltag aktuell massiv. Den einen mehr, den anderen weniger. Die Quintessenz bleibt: Wir alle verbringen im Moment mehr Zeit zuhause. Eine Zeit, in der wir reflektieren – und gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Wenn wir es wollen.


Selbstreflexion in Corona-Zeiten: Was lohnt sich aus dem Gelernten beizubehalten? Danke, pexels.com

Aus diesem Grund haben wir bei DeSelfie eine kleine Corona-Selbstreflexions-Challenge ausgerufen – und unsere Newsletter-Abonnenten damit “versorgt”. Viele haben uns rückgemeldet, dass sie es gut fanden, anhand von guten Fragen an die Hand genommen zu werden. Danke zum Beispiel an Christine E. für ihr wertvolles Feedback, sie schrieb:

Eine sehr schöne Aktion in dieser Zeit, um sich bewusst zu werden, dass es doch auch einiges an Positivem gibt, trotz der ganzen Einschränkungen. Vielen lieben Dank für die Fragen und Denkanstöße, die ihr da vorbereitet habt. Sehr interessante Fragen, über die es sich wirklich gelohnt hat nachzudenken.”

Hier öffnen wir nun für alle unsere Fragen. Viel Freude beim Sinnieren und Notieren! Unten finden Sie unsere Gewinner und die besten Zitate aus allen Einsendungen…

Wieso solltest Du diese Chance jetzt wahrnehmen?

Gerade in Zeiten des Wandels haben wir die Möglichkeit, uns aktiv zu entscheiden, eine neue Richtung einzuschlagen. Wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen mit neu gewonnener innerer Stärke und Zuversicht auf die Zukunft blicken können.

Wie funktioniert die Challenge?

Wir haben unseren Abonnenten in der Challenge jeden zweiten Tag eine kurze E-Mail mit einer Frage oder einem Impuls geschickt. Diese konnten sie beantworten, um für sich selbst zu reflektieren, aber auch mit uns über ein Umfrage-Tool teilen.

Wenn Du magst, kannst Du Deine Antworten jetzt auf ein Blatt Papier oder in ein Notizbüchlein – oder in Dein Handy schreiben … viel Freude dabei!

1. Was ich schätzen lerne

Inwiefern hast Du seit Corona bestimmte Dinge, Menschen oder Situationen ganz besonders schätzen gelernt?
Welche sind das – und warum?

2. „Geschafft!“

Stell Dir vor: …Angenommen, Du hast es geschafft, für Dich jetzt wertvoll gewordene Dinge, die Du in Corona-Zeiten gelernt hast, in dein Leben „danach“ zu integrieren…:
Was genau wäre das dann?

3. Meine Beziehungen

Mit wem hast Du am meisten Kontakt seit der Pandemie – und warum? Welche sind davon „frei“ gewählt und welche nicht?
Wen hast Du lange nicht gesprochen und wieso?
Mit wem würdest Du gerne den Kontakt auch in Zukunft beibehalten?
Wer würde Dich nennen, wenn wir ihn oder sie fragen, wer den engsten Kontakt zu Dir in der Pandemie hat – und warum?

4. Was ich tue

Was hast Du in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen am häufigsten getan – welche Tätigkeit vielleicht wiederentdeckt?
Gibt es etwas, das Du an Deinem Alltag so zufriedenstellend für Dich verändert hast, dass Du das gerne in Zukunft beibehalten möchtest?

Und hier die schönsten Ergebnisse zum Nachlesen

Danke an alle, die bei unserer Corona-Challenge mitgemacht haben. Die schönsten Zitate dürfen wir hier mit Einverständnis veröffentlichen:

Unsere Leserin Uli schreibt:

Mehr Intensität durch Telefonate

“Der Einzelkontakt mit Freunden am Telefon fand deutlich mehr statt als vor “Corona”. So war der Austausch zum Teil intensiver als bei regelmäßigen gemeinsamen Kneipenbesuchen, die in einer Gruppe stattfanden. Ich habe mitunter sogar mehr erfahren von dem Leben meiner Freunde durch die Pandemie. Gefühlt hatte ich weniger Stress, obwohl ich weiter arbeite, die Zeit jetzt erlebe ich deutlich “entschleunigt”. Der Kontakt zu meiner betagten Mutter wurde noch intensiviert, ich habe nun mehr Zeit für sie. Ebenso sind Videokonferenzen für mich neu hinzugekommen – dies schätze ich nun als gute Ergänzung des Face-to-Face-Austausches.”

Mehr Zeit als früher

“Gefühlt habe ich mehr Zeit – ich bin deutlich weniger freizeitmäßig unterwegs. Arztbesuche und andere Termine wie Friseur wurden eingestellt. Intensivierung der Kontakte trotz Kontaktbeschränkung – da im Einzelsetting mehr gesprochen wird, wg. Kontaktbeschränkung. Ich erlebte dies für eine zeitlang durchaus positiv, wenn es auch anfänglich nicht einfach war “auszuhalten”.”

“Regelmäßigere Telefonate, die weniger gehetzt zwischen einer und der nächsten Aktivität ablaufen können. Subjektives Wohlbefinden durch eine Balance zwischen Arbeit und “nicht bereits verplanter Zeit” – also “freie Zeit” im eigentlichem Wortsinn. Ich wäre noch häufiger “bei mir selbst”, würde bewusster und tiefer atmen und mich daran erfreuen. “

Janina aus der DeSelfie-Community schreibt:

Dankbar für Sozialkontakte

“Mir waren immer schon Sozialkontakte zu meinen Lieben sehr wichtig, aber nun spüre ich noch viel mehr Dankbarkeit dafür, in Kontakt zu sein, und Sehnsucht nach physischer Nähe. Außerdem freue ich mich über neue Kontakte und Kooperationen, die online entstehen.”

Und Regina meint:

Freiheit als Grundwert

“Meine Mitmenschen als solche bekommen eine bedeutende Rolle. Sie verbinden sich verstärkt in der Krise. Die Freiheit hat einen sehr hohen Wert für mich bekommen. Auch Demokratie, Deutschland, Berichterstattung, Gesundheit, Meditation, ein Dach über dem Kopf sind für mich noch mehr grundlegende Punkte und Bestandteile geworden. Die Welt hat die Entschleunigung gebraucht, egal, ob sie angemessen oder übertrieben ist.”

Sicherheit im Inneren 

“Nachbarn nehmen sich mehr Zeit zum Austausch. Zu Verwandten, die zur gefährdeten Zielgruppe gehören, halte ich den Kontakt mit Bildtelefonie. Der Austausch mit Freunden ist noch wichtiger geworden. Die Familie rückt noch näher zusammen. Ich merke, wie wichtig mir die Freiheit geworden ist, die früher selbstverständlich war. Meditation und Malen geben Halt, Ruhe und Zuversicht, da im Außen Angst, Panik, Chaos und Ungewissheit verbreitet werden. Die Demokratie ist für mich ein sehr bedeutsamer Punkt geworden, der nicht selbstverständlich ist, wenn ich höre, dass Beiträge gelöscht und zensiert werden. Ich bin dankbar, dass ich in Deutschland lebe, wenn ich auf andere Länder mit deren Maßnahmen und Zuständen blicke. Für ein Dach über dem Kopf, sauberes Wasser, Natur, genug zu Essen, meine Familie und Freunde und meine Gesundheit bin ich dankbarer denn je. Die Natur kann sich erholen.”

Kreativität zentriert

“Ich starte den Tag mit Yoga und Meditation. Habe genug Zeit, mich mit Freunden zu treffen oder zu telefonieren. Für die Kinder nehme ich mir bewusst Zeit. Den Tag reflektiere ich auch weiter mit meinem Maltagebuch und überhaupt nimm die Kreativität einen hohen Stellenwert ein, was mir hilft mit dem Alltag gut zurecht zu kommen und mich zu zentrieren. Ich wünsche mir auch weiterhin viel Zeit für meine Gedanken zu haben. Es wird großartig :-)”

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