Grit: Auf Begeisterung und Ausdauer kommt es an

Was haben Mathespitzenschüler, Elite-Kadetten im Militär und Sales- Experten gemeinsam? Die erfolgreichsten unter ihnen zeichnen sich nicht durch ihre Intelligenz, Startbedingungen oder Talent aus, sondern durch “Grit”. Im Englischen bedeutet dieser Begriff in etwa “Biss” oder “Mumm” und wurde von der Neurowissenschaftlerin und Psychologin Angela Duckworth genutzt, um eine einzigartige Kombination aus Begeisterungsfähigkeit und langfristigem Durchhaltevermögen zu beschreiben.  Duckworth erforscht das Konzept der motivierten Beharrlichkeit seit Jahren und liefert uns überraschende Einblicke, was Menschen langfristig wirklich erfolgreich macht.  Danke an unsere Autorin Charlotte Friedrich für diese hilfreichen Einblicke!

Begeisterte Ausdauer, ausdauernde Begeisterung. Das ist das Geheimnis von Grit. pexels.com

Aufgeben oder Durchhalten: Was macht den Unterschied? 

Wer kennt das nicht? Wenn wir den Entschluss fassen, ein neues Ziel zu verfolgen oder eine Fähigkeit zu erlernen, so ist die Begeisterung zu Beginn meist groß. Treten jedoch die ersten Hindernisse auf, wird dieses Gefühl oft durch Frustration oder Antriebslosigkeit ersetzt. Vielleicht fragen wir uns, ob wir überhaupt talentiert oder diszipliniert genug sind. Vielleicht treibt uns unsere Neugier auch von einem Thema zum nächsten und nichts verschafft uns wirklich Zufriedenheit. Oder aber wir bleiben beharrlich, schaffen es erfolgreich zu unserem Ziel und fragen uns, wieso wir das nicht immer so hinbekommen. Was macht den Unterschied? 

Grit oder Talent? Was ist wichtiger? 

Oftmals bezeichnet “Talent” eine Reihe angeborener Eigenschaften, die einem einen Vorteil im Erlernen oder Durchführen bestimmter Fähigkeiten und Vorgänge verschaffen. Obwohl wir so vielleicht einen ersten Startvorteil haben, sind es nicht “Genie” oder “Talent”, die uns langfristig zum Ziel führen. Duckworth fand heraus, dass Grit der gemeinsame Faktor erfolgreicher Menschen zu sein scheint – egal ob es sich dabei um Comiczeichner, Lehrer oder Bankmanager handelt. 

Woher aber kommt Grit und können wir es lernen? 

Warum eine Person mehr Grit hat als eine andere, daran wird noch geforscht. Die gute Nachricht: Es gibt erste Indikatoren. Grit kann man lernen und über das Leben hinweg weiter entwickeln – oder aber auch verlieren. Das hängt in erster Linie von unserem Mindset ab: Sehen wir unsere Fähigkeiten insgesamt als festgesetzt oder veränderbar an? Glauben wir daran, dass wir uns verbessern können, so stehen unsere Chancen, Grit zu entwickeln besser. In diesem Artikel haben wir dieses sogenannte dynamische Selbstbild (Growth Mindset) näher beleuchtet: “Erfolg ist vor allem eines: Einstellungssache. Ohne eine solche dynamische Denkweise lassen sich alte Verhaltensweisen schwer ändern und Rückschläge können uns schwer treffen.

Welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen, darüber sind sich die Forscher noch nicht im Klaren. Bisher wissen wir jedoch: damit aus Interesse Begeisterung wird und aus ersten Übungsversuchen Durchhaltevermögen, braucht es Sinnhaftigkeit und Hoffnung. Und auch diese Faktoren lassen sich beeinflussen. 

Grit – Leistungsschwimmer und alle Leistungssportler kennen das gut. Danke an pexels.com

Grit ist eine Frage von Sinnhaftigkeit und Hoffnung

Notwendigerweise sollte am Anfang das Interesse für ein bestimmtes Thema oder Ziel stehen. Als nächstes dann die Möglichkeit, an diesem Thema oder Ziel zu arbeiten und gewisse, damit verbundenen Fähigkeiten zu erproben. Also zum Beispiel ein Instrument zu spielen oder Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln. Ob neue Interessen und Ziele wieder fallengelassen werden, sobald Hindernisse und Herausforderungen auftreten, hängt vor allem von der wahrgenommen Sinnhaftigkeit ab. Also, für wie bedeutsam die Person das Unterfangen für das eigenen Leben und das Wohl der Allgemeinheit betrachtet. “Grit” ist nur dann möglich, wenn Sie Ihr Ziel für sinngebend erachten. 

Zu guter Letzt brauchen Sie eine gewisse Portion Hoffnung. Glauben Sie daran, dass Ihre Bemühungen tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu Ihrem langfristigen Erfolg leisten, fällt das Durchhalten gleich viel leichter. Die Positive Psychologie bietet eine Reihe von Übungen und Ansätzen, die Sie hierbei unterstützen können.

Grit ist nicht gleich Resilienz

“Grit” teilt damit gewisse Aspekte mit Resilienz, unterscheidet sich jedoch im Kern durch die Motivation der Person. Während es sich bei Resilienz um eine Reaktion oder Antwort auf eine herausfordernde Situation handelt (in Form von Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit), wählt ein Mensch mit Grit das Level der Herausforderung selbst – und setzt die Latte hoch. Dabei ist ihm oder ihr bewusst, dass das Ziel nicht schnell oder problemlos erreicht werden kann. Trotzdem entscheidet sich eine Person mit viel Grit, dieses Ziel zu verfolgen, und zwar dann, wenn sie diesem Sinn beimisst. 

Selbstreflexion zum Thema Grit

Folgende Fragen können Sie dabei unterstützen herauszufinden, welche Rolle Grit in Ihrem Leben und in Hinblick auf Ihre langfristigen Ziele spielt: 

  • Lenken mich neue Ideen und Projekte schnell von langfristigen Zielen ab? 
  • Woran liegt es, wenn ich das Interesse an einer Idee verliere? An der bevorstehenden Herausforderung oder mangelnder Sinnhaftigkeit? Etwas anderem? 
  • Sind meine Ziele Teil eines größeren Ziels und empfinde ich dieses Ziel als Sinn stiftend? 
  • Welche langfristigen Ziele habe ich bereits gemeistert und welche Herausforderungen habe ich auf dem Weg dorthin überwunden? 
Ist Grit für mein Leben erstrebenswert? Soll ich…soll ich nicht? Danke an Pexels.com

Grit zur Gewohnheit machen 

“Grit ist, das Leben wie einen Marathon zu leben, nicht wie einen Sprint”, sagt Duckworth. 

Hier ließe sich ergänzen, dass ein Fokus auf die Sinnhaftigkeit, aus dem Marathon eine herausfordernde und erfüllende Wanderung zu machen, vor allem als Kompass dient, um die Richtung beizubehalten. 

Praktisch bedeutet das: 

  • Selbst wenn wir nur zehn Minuten pro Tag an etwas arbeiten, das uns Sinn schenkt und mit dem wir ein langfristiges Ziel erreichen möchten, kultivieren wir Grit und trainieren unser Durchhaltevermögen.
  • Holen Sie sich gegebenenfalls Unterstützung von einem Freund oder Kollegen, der sie unterstützt – oder arbeiten Sie mit einem Coach. 
  • Belohnen Sie sich, wann immer sie Zeit in ihr Herzensprojekt gesteckt haben – egal wie gut es lief. Bei Grit geht es nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern darum, genau dann dran zum bleiben, wenn die Dinge mal nicht so laufen wie geplant… 

So können Sie Grit im Alltag kultivieren. 

Weiterführende Literatur: 

TEDtalk GRIT: The Power of Passion and Perseverance.  https://www.ted.com/talks/angela_lee_duckworth_grit_the_power_of_passion_and_perseverance

Buch GRIT – Die neue Formel zum Erfolg: Mit Begeisterung und Ausdauer ans Ziel von Angela Duckworth

Studie Duckworth, A. L., Peterson, C., Matthews, M. D., & Kelly, D. R. (2007). Grit: perseverance and passion for long-term goals. Journal of Personality and Social Psychology, 92(6), 1087.  

Selbstreflexion und Gehirn

Nichts denken? Unwahrscheinlich.

Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn wir vor uns hinträumen, Luftlöcher starren, abschalten? Jedenfalls: nicht nichts. Verantwortlich dafür: das neuronale Netzwerk Default Mode Network (DMN) – auf Deutsch: Ruhezustandsnetzwerk. DeSelfie auf der Spurensuche nach dem Areal im Gehirn, das jede nach innen gerichtete Aufmerksamkeit unterstützt und immer dann aktiv ist, wenn es um Selbstreflexion geht.

Aus dem Fenster schauen – und … denken

Jeder kennt das. Wir sitzen in der Bahn am Fenster. Die Gedanken schweifen. Hin und wieder kommt ein Blitzlicht aus der Vergangenheit, wir sortieren es ein, bewerten oder verwerfen es wieder. Meist keine große, bewusste Sache – in unserem Hirn scheint etwas ganz natürlich und unbewusst zu fließen. Das kann beim Autofahren genauso passieren wie beim Singen, beim Musizieren, Lesen oder Tanzen. Dann, wenn wir eine Tätigkeit ohne große Anstrengung ausüben, tauchen Erinnerungssplitter auf, wir denken über Erlebnisse nach, bewerten sie, ordnen sie ein.

Das Gehirn ist bei Tagträumereien aktiv

Auch wenn wir also an scheinbar nichts denken oder einfach vor uns hinträumen, ist unser Gehirn aktiv. Es sortiert, kodiert, dekodiert, speichert – und verbindet neu, um sich für neue Aufgaben zu rüsten. Die Neurowissenschaft vermutet, dass dieses “Tagträumen” wichtig für die Identitätsbildung ist und Antworten auf Fragen wie “Wer bin ich?” oder “Was will ich?” findet. Aufgrund der Beschäftigung mit sich selbst gelingt es dem Gehirn, ein “Ich” aufrecht zu erhalten – selbst wenn es sich ständig verändert bzw. Veränderungen ausgesetzt ist.

Das Ruhezustandsnetzwerk hilft uns

Das Ruhezustandsnetzwerk wird in der Gehirnforschung mit Gedanken über die Vergangenheit, Zukunftsplanung und Kreativität in Verbindung gebracht. Im Alltag, vor allem wenn wir auf “Autopilot” schalten – morgens beim Aufstehen, Zähneputzen, Zusammenpacken, außer Haus gehen –  hilft es uns.

Es entstehen innere Bilder im Gehirn

Die Aktivität im Default Mode Network ist auch an der Produktion innerer Bilder beteiligt. Dabei kann man zwischen gewollten und ungewollten spontanen Gedanken unterscheiden. Wenn man bewusst Tagträumen will, springt beispielsweise ein Netzwerk an, dessen Aktivität zielgerichtetes Denken kennzeichnet. 

Vor allem kreative Ergebnisse lassen sich in “Gehirn-Ruhephasen” erzeugen. Kinder können das meist sehr gut: Es sind sehr kurze Momente, in denen unser Bewusstsein eine kleine Pause macht. Wir driften kurz weg und schauen irgendwohin, ohne konkret oder bewusst etwas wahrzunehmen.

Ästhetisches Empfinden könnte hier sitzen

Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Default Mode Network auch eine wichtige Rolle bei der Art und Weise spielt, wie Menschen auf Schönheit reagieren, die sie emotional bewegt.

Spannende Untersuchung: 1000 Gehirne

In der “1000-Gehirne-Studie” werden seit 2011 die Gehirne von rund 1300 Probanden im Alter zwischen 55 und 85 Jahren gescannt, 500 von ihnen sogar zweimal, um herauszufinden, wie und warum das menschliche Gehirn altert. Nervenzellen und ihre Verbindungen sterben beim Altern, auch die Hirnmasse verringert sich im Alter. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprachfähigkeiten und Orientierung bauen im Alter eher ab.

Starke Vernetzungen im Alter

Insgesamt ist das Gehirn alter Menschen stärker vernetzt als bei jüngeren Menschen  – das Gehirn organisiert seine Arbeitsweise um. Gehirne können unterschiedlich schnell altern, wofür eine Kombination aus genetischer Basis, Lebensstil und Umwelteinflüssen verantwortlich sein dürfte.

Interessant?

Wir von DeSelfie finden die Zusammenhänge von Neurowissenschaften und Selbstreflexion sehr spannend. Hier ein Artikel über Veränderungen und Gehirnforschung.

Und hier ein Artikel zum Thema Gehirn-Neustart:

Weiterführende Literatur

Vessel, Edward A., u.a. (2019): The default-mode network represents aesthetic appeal that generalizes across visual domains.


Stangl, W. (2020). Stichwort: ‘Default Mode Network – DMN’. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.

Weniger Konsum heißt: mehr Zufriedenheit

Selbstreflexion über Konsum
bringt persönliche Vorteile

Endlich konnten wir wieder einmal die Zeit nutzen, um eine wissenschaftliche Studie genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieses Mal fiel unser Augenmerk auf die Untersuchung eines US-amerikanischen Forscherteams rund um die deutsche Forscherin Dr. Sabrina Helm. Thema: Konsum. Sie lehrt an der University of Arizona im Bereich Einzelhandel- und Konsumwissenschaften. Für die Studie hat sie sich mit Kollegen der Familien- und Sozialwissenschaften zusammengetan: Joyce Serido, Sun Young Ahn, Victoria Ligon und Soyeon Shim. Die Forscher wollten wissen: Macht mehr Konsum zufriedener – oder unzufriedener? Wir fragen zurück: Und wenn so oder so – wie können wir Selbstreflexion sinnvoll und zukunftsorientiert nutzen, um unser Verhalten zu überdenken?

Wissenschaftlich erwiesen: Mehr “grüne Produkte” zu shoppen macht nicht unbedingt gefühlt zufriedener – ein bewusster Konsumverzicht hingegen schon. Danke an Pexels.

Im größeren Kontext der Studie geht es um das Konsumverhalten von 18- bis 26-jährigen College-Studierenden in den USA. Es haben 968 Probanden an der Studie teilgenommen. Ein Ziel war es, Zusammenhänge von Konsum bzw. Verzicht und Wohlbefinden herzustellen. Die Forscher wollten also herausfinden: Fühlt man sich wohler (= ist glücklicher, zufriedener, irgendeine Auswirkung, die zu spüren ist), wenn man von herkömmlichen Produkten auf “grüne” Produkte umsteigt – und somit ökologisch bewusster konsumiert bzw. handelt? Nein. Wer auf nachhaltigere Produkte umsteigt, fühlt sich nicht unbedingt besser (weil er oder sie zum Beispiel etwas für den kollektiven Klimaschutz beigetragen hat). Interessant.

Konsum: weniger Eigentum = mehr Freiheit

Was stattdessen herausgefunden wurde, bestätigt eine alte Weisheit, die da heißt „Eigentum verpflichtet“. Wer Eigentum anhäuft, ist nicht unbedingt gelassener. Und die Wissenschaftler begründen das damit, dass die Verpflichtungen rund um Eigentum einfach aufwändig und stressig für Menschen sein können. Weniger Eigentum zu haben befreit eher. Und das wirkt sich wiederum positiv auf das Wohlbefinden aus. Das Wohlbefinden erhöht sich also, wenn wir auf materielle Dinge verzichten.

Der Schlüssel: Motivationen verstehen

Die Forscher testeten unterschiedliche Hypothesen, die materiellen Besitz mit persönlichem Wohlbefinden, finanzieller Zufriedenheit, und psychologischem Stressempfinden korrelierten. Wenn man junge Menschen also wirklich dazu bringen möchte, weniger materialistisch zu handeln (um zum Beispiel klimafreundlicher zu leben), dann kann das nicht gelingen, indem man noch mehr alternative Produktstrategien entwirft. Die Forscher sehen den Schlüssel eher darin, junge Leute dafür zu begeistern, dass das Reduzieren von Konsum nicht eine Abnahme der Lebensqualität bedeutet, sondern, wie durch diese Studie unterstützt, das Wohlbefinden eher erhöht.

Dieses Verständnis der Motivationsstruktur junger Verbraucher ist von wesentlicher Bedeutung.

Shareconomy heißt: Wir sollten alle lernen, wie “gutes Teilen” gehen kann. Dank an Pexels.

Selbstreflexion zum Thema Konsum

Das führt uns auf individueller Ebene zu Fragen wie:

  • Wie gehe ich mit Eigentum um?
  • Wie wichtig sind mir materielle Dinge, wie wichtig immaterielle?
  • Inwiefern beeinflussen mich materielle Käufe positiv oder negativ?
  • Welchen Beitrag leiste ich selbst für oder gegen die Umwelt?
  • Wie würden mich meine engsten Freunde und meine Familie einschätzen?

Auf kollektiver Ebene sind Fragen zum Thema Konsum und Selbstreflexion relevant wie:

  • Wenn junge Menschen Dinge nicht mehr unbedingt besitzen wollen, was wollen sie stattdessen?
  • Welche Auswirkungen hat das auf die älteren Generationen?
  • Wofür wollen oder müssen junge Menschen Geld verdienen?
  • Wenn ihr Hauptaugenmerk nicht das Geldverdienen und die Anhäufung von Geld per se ist – was dann?
  • Wie können Unternehmen mit der Anspruchshaltung dieser Generationsvertreter gut umgehen?

Shareconomy bedeutet: teilen von Autos, Büros, Wohnungen, kleineren Konsumgütern oder größeren Dienstleistungen. Wir von DeSelfie nehmen wahr: Ja, es gibt junge Menschen, die das so sehen und auch verfolgen – und das sind sicherlich nicht alle. Immer noch streben auch junge Menschen den Erwerb von Immobilien oder den Kauf von teuren Autos an. Es kommt darauf an, wie sie sozialisiert sind. Und was Eltern und Großeltern vorgelebt haben – welche Werte sie sich im Erwachsenenalter dazu erwerben oder welche sie ablegen oder ausbauen möchten.

Lassen Sie uns miteinander in Kontakt treten, so dass Dialogräume über Fragen wie diese entstehen können.

Die Studie im Originaltext zum Nachlesen

Hier lesen Sie die Studie im englischen Original-Text gerne nach.

DeSelfie heißt, sich selbst auf der Spur sein.

Selbstreflexion unter Profis

Studienergebnis: Glücklich ist jener, der einen sensiblen Coach erwischt

Charlotte Friedrich hat sich in ihrer Forschung mit Hochsensibilität und der Frage beschäftigt, wie Profis, die hochsensibel sind, ihr Temperamentsmerkmal in der Arbeit mit Klienten erleben. Ein noch weitgehend unerforschtes Gebiet.

In der vergangenen Zeit haben wir gelernt, dass unsere Artikel nicht nur von interessierten “Selbstlernern” gelesen werden, sondern auch vielfach von Profis aus dem Fach. Von Systemikern – und von Therapeuten, Coaches, Organisationsentwicklern weiterer “Schulen”. Auch Führungskräfte lassen sich inspirieren. Finden wir gut, denn: Müssten nicht eigentlich alle Therapeuten, Berater, Coaches, ja und auch Führungskräfte, besonders selbstreflektiert sein? Am besten mehrere Psychotherapien durchlaufen haben – oder zumindest einen großen Willen zur lebenslangen Persönlichkeitsentwicklung und zur Selbstreflexion inne haben?  

Ja, da können wir von DeSelfie nur sagen: Es wäre sehr wünschenswert. In diesem Sinne freuen wir uns über unsere “Experten”-Rubrik – die natürlich auch alle anderen Leser lesen können, dürfen, sollen. Lesen Sie selbst.

Erst einmal atmen – meistens sehr hilfreich:-) – Danke an Unsplash Sommi

Ein Porträt über Ernst von Glasersfeld

Vorbildcharakter: ein unkonventioneller Denker

An dieser Stelle würdigen wir bereits verstorbene Persönlichkeiten. Ihnen haben wir Erkenntnisse zu verdanken, die uns helfen können, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Ernst von Glasersfeld (1917-2010), Vertreter des Radikalen Konstruktivismus, starb im November 2010 im Alter von 93 Jahren. Er war ein unkonventioneller Denker. In diesem Porträt lesen Sie zehn Punkte, warum es sich in unserer schnelllebigen, komplexen und unsicheren Welt lohnt, sich mit Leben und Ideen des Philosophen zu beschäftigen. Anstoß zur Selbstreflexion.

Ernst von Glasersfeld. Quelle: https://www.univie.ac.at/constructivism/EvG/biography.html

Auslandsaufenthalte führen zu Selbsterkenntnis

Herausgepickt: Der kürzeste Weg zu uns selbst führt an das andere Ende der Welt

DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser: Forscher aus den USA untersuchten in sechs Studien, ob lange Auslandsaufenthalte mit dem Thema Selbsterkenntnis im Zusammenhang stehen. Das Ergebnis: Ja, denn sie regen Selbstreflexion an – und führen zu sich selbst!

Pexels.com

Herausgepickt: Würde von Gerald Hüther – Buchbesprechung

Altertümliches Wort, aktuelle Bedeutung

DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser: heute, ein Buch. Wir haben den Sommer genutzt, um Sachbücher zu lesen. Eines davon passt besonders gut zu DeSelfie – vor allem und gerade in „Post-Chemnitz-Zeiten“ spricht „Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft“ von Hirnforscher Gerald Hüther uns an. Warum?

Foto: Pixabay

DeSelfie: Was ist Selbstreflexion?

Selbstreflexion: Definition, Methoden, Nutzen und Zusammenhänge verstehen

Ein Fachartikel über das, was bei DeSelfie im Mittelpunkt steht. Was wir wissen, ist: Die Selbstreflexion ist für zwischenmenschlichen Umgang von größter Bedeutung. Vor allem weil unsere Welt sehr komplex und schnelllebig geworden ist. Insbesondere, wenn wir mit Menschen zusammen leben oder zusammen arbeiten. Für Führungskräfte wie für Mitarbeiter, für Eltern wie junge Erwachsene oder Lehrer gleichermaßen. Eine Spurensuche.

Nachdenkenswertes von Richard David Precht

Im Hier und Jetzt der digitalen Gesellschaft

DeSelfie kommentiert und verlinkt in der Rubrik “Herausgepickt” interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Heute ein paar Zitate aus einem Interview im SZ-Magazin, das Sven Michaelsen mit Philosoph Richard David Precht geführt hat. Inwiefern decken sich seine philosophischen Betrachtungen mit unseren Beobachtungen aus Coaching und Beratung mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Teams?

Richard David Precht / von Amanda Berens

Jeder Mitarbeiter ein Manager

Ein Porträt über Heinz von Foerster

An dieser Stelle würdigen wir die Arbeit bereits verstorbener Persönlichkeiten, die wertvolle Puzzlesteinchen zu jenem Bild geliefert haben, das uns heute helfen kann, unseren Wertewelten, Problemsichten und Lösungsversuchen näher zu kommen. Wissenswertes über Kybernetik und Konstruktivismus. Ein Essay über Heinz von Foerster. Für Langsam-Leser.