Herausgepickt: Flexible Arbeitszeiten – Segen und Fluch

Kaum ein Gebiet wurde in den vergangenen Jahren in der Organisationspsychologie so erforscht wie das Thema Flexible Arbeitszeiten. Unser Fazit: Die einen Studien besagen, dass Flexibilität schlecht sei, weil wir Menschen so nicht mehr ausreichend abschalten könnten. Die anderen Studien finden heraus, dass Arbeitnehmer sich noch mehr Flexibilität wünschen. Ein Dilemma? Nein, ein gutes Thema, über das wir einmal ganz individuell nachdenken sollten.…

Wichtig beim Thema Flexible Arbeitszeiten ist vor allem: Es kommt ganz darauf an, welcher Typ ich selbst bin.

Selbstreflexionsfragen

  • Kann ich den Tag gut abschließen – und meine Arbeit sein lassen, wenn ich die Haustür aufsperre?
  • Checke ich auch um 22 Uhr oder später noch meine Mails, wenn eine hereinkommt? Und wenn ja, macht mir das etwas aus,  wirkt es sich auf den Schlaf aus – oder nicht? Und: Wie reagiert mein Umfeld darauf?
  • Wir denken: Flexible Arbeitszeiten sind dann ein Segen, wenn sie einem selbst, der Produktivität oder der Sinnhaftigkeit etwas bringen. Wer beispielsweise kleine Kinder hat oder hatte und schon einmal nach „Kinder-Feierabend“ bis spät nachts gearbeitet hat (weil er/sie das Pensum sonst nicht geschafft hätte und selbst seit Wochen nicht mehr durchgeschlafen hat), weiß, welche Vor- und Nachteile flexible Arbeitszeiten haben können…

Hier die aufschlussreiche Fraunhofer-Studie zum Thema Flexible Arbeitszeiten von 2018.

Dort über Flexibles Arbeiten von Deloitte und den Unis Wien und Graz.

Und ein guter Artikel dazu in der Forbes.

Machen Sie sich selbst ein Bild!

Warum DeSelfie?

Weil es letztlich doch auf uns selbst ankommt, was wir aus der Möglichkeit, flexibel arbeiten zu können, machen. Weil es auf unsere eigene Verantwortung ankommt und darauf, auf sich selbst, die eigenen Grenzen und den eigenen Körper zu hören. Ist nur gar nicht so leicht im Stress. Und weil es interessant ist, die vielen neuen Arbeitsformen und die Rufe nach mehr Flexibilität mit dem aktuellen Rechtsverständnis abzugleichen.

Bei aller Notwendigkeit von Flexibilisierung: Der Mensch hat ein Ruhebedürfnis, und man kann ihn nicht wie eine Maschine behandeln.

DeSelfie heißt, sich selbst auf der Spur sein.