Herausgepickt: Flexible Arbeitszeiten – Segen und Fluch

Kaum ein Gebiet wurde in den letzten Jahren so erforscht wie das Thema Flexible Arbeitszeiten. Die einen Studien besagen, dass Flexibilität schlecht sei, weil wir Menschen so nicht mehr ausreichend abschalten könnten. Die anderen Studien finden heraus, dass Arbeitnehmer sich noch mehr Flexibilität wünschen. DeSelfie kommentiert und verlinkt auch diese Woche interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser.

Wichtig ist hier vor allem: Es kommt ganz darauf an, welcher Typ ich selbst bin.

Selbstreflexionsfragen

  • Kann ich den Tag gut abschließen und meine Arbeit an der Haustüre sein lassen?
  • Checke ich auch um 22 Uhr noch meine Mails, wenn eine hereinkommt? Und wenn ja, macht mir das etwas aus, oder nicht? Wie reagiert mein Umfeld darauf?
  • Wir denken: Flexible Arbeitszeiten sind dann ein Segen, wenn sie einem selbst, der Produktivität oder der Sinnhaftigkeit etwas bringen. Wer kleine Kinder hat oder hatte und schon einmal nach „Kinder-Feierabend“ bis spät nachts gearbeitet hat (weil er/sie das Pensum sonst nicht geschafft hätte und selbst seit Wochen nicht mehr durchgeschlafen hat), weiß, welche Vor- und Nachteile flexible Arbeitszeiten haben.

Warum DeSelfie?

Weil es letztlich doch auf uns selbst ankommt, was wir aus der Möglichkeit, flexibel arbeiten zu können, machen. Weil es auf unsere eigene Verantwortung ankommt und darauf, auf sich selbst, die eigenen Grenzen und den eigenen Körper zu hören. Ist nur gar nicht so leicht im Stress. Und weil es interessant ist, die vielen neuen Arbeitsformen und die Rufe nach mehr Flexibilität mit dem aktuellen Rechtsverständnis abzugleichen.

Bei aller Notwendigkeit von Flexibilisierung: Der Mensch hat ein Ruhebedürfnis, und man kann ihn nicht wie eine Maschine behandeln.

DeSelfie heißt, sich selbst auf der Spur sein.