Herausgepickt: Sie kennen den Stärkenfinder nicht? Bis vor kurzem wären wir schon zwei gewesen.

DeSelfie kommentiert und verlinkt auch diese Woche interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Ob ich den Strength Finder selbst schon ausprobiert hätte, meinte neulich eine Studierende zu mir, die eine Bachelorarbeit bei mir schrieb.

Gelesen hatte ich von ihm, aber ausprobiert? Da ich prinzipiell keine große Anhängerin von Diagnosetools bin, nein. Nein, sagte ich, aber das werde ich. Ich habe es getan. Fazit? Als Anregung zur Selbstreflexion ein wirklich interessantes Tool!

Für wen?

Für alle, die sich bewusster darüber werden möchten, was sie selbst auszeichnet. Weil es hilfreich ist, die eigenen Talente und Stärken zu erkunden – und es noch hilfreicher ist, diese nicht in die 08/15-Bewerbungsgespräch-Schublade zu stecken. Die US-amerikanische Sichtweise auf dieses Thema ist kulturell eine andere als unsere und die ist generell schon einmal weniger defizitorientiert. Anders ausgedrückt: Der Strength Finder orientiert sich an der Positiven Psychologie – eine eigenständige Ausprägung, die es hierzulande in der Form so gar nicht gibt. Gegenseitiges Lernen könnte in diesem Fall nicht schaden.

Warum DeSelfie?

Nun, es ist zwar mit quantitativen Tests immer so eine Sache, auch ist es wichtig, die Ergebnisse nicht als in Stein gemeißelt zu betrachten, und dennoch ist der Stärkenfinder ein interessantes Tool, das vor allem zum Nachdenken anregen kann. Immerhin muss man sich durch viele Fragen flippen, ankreuzen, nachdenken, Zukunftsfragen und beziehungsorientierte Einordnungen vornehmen. Herauskommen dann fünf Stärken, die besonders ausgeprägt sind. Zum Beispiel Wissbegier, Ideensammler, Kommunikationsfähigkeit, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. Aus wissenschaftlicher Sicht sei betont: Es gibt derzeit keine wissenschaftlich unabhängige Studien, die die Verlässlichkeit des Tests bestätigen. Die einfache Version kostet immerhin 19,99 Dollar, die ausführliche 89,00 Dollar.

Interessant?

Als Alternative und kostenlos kann ich hier diese Variante empfehlen, wenn auch kein Hexenwerk. Als Anregung dient das allemal. Wer danach seinen Job aufgibt und etwas anderes macht, wollte das vermutlich vorher schon und hat nun einen guten Grund dafür gefunden. Der Strength Finder hier im OriginalUnd hier das deutsche Pendant.

DeSelfie heißt, sich selbst auf der Spur sein.