Wenn wir wieder die Wahl haben: lieber Homeoffice – oder Büro?

Seit Corona machen viele unter uns neue Erfahrungen in Sachen Homeoffice. Manche können besser zuhause arbeiten, obwohl oder weil die Kinder, der Partner oder die WG-Kollegen zuhause sind. Andere sind froh, wenn sie hin und wieder ins Office gehen können. Denn zuhause ist es bei manchen noch viel turbulenter als im Büro. Es kommt immer auf die ganz persönliche Situation an. Alles hat seine Vor- und Nachteile. In manchen Unternehmen hatte sich die Arbeit von zuhause erst kurz von Corona durchgesetzt – andere sind bereits seit einiger Zeit wieder davon abgekommen. Dabei sagt eine Stanford-Studie sehr deutlich: Homeoffice kann effizient und motivierend sein. Kann.

Foto: Picjumbo, Viktor Hanacek

Bin ich selbst ein Homeoffice-Typ?

Obwohl Homeoffice für Arbeitnehmer gute Arbeitsbedingungen bieten und durchaus motivierend sein kann, haben viele Vorgesetzte auch jetzt ein mulmiges Gefühl, wenn ihre Mitarbeiter von daheim aus arbeiten. Manchmal zweifeln sie an, ob die Mitarbeiter dort tatsächlich ihrer Arbeit nachkommen – oder ob sie das Vertrauen des Unternehmens und ihrer Vorgesetzten ausnutzen, um privaten Beschäftigungen nachzugehen. Was, wenn jemand nicht ans Telefon geht? Wenn Mails erst zeitverzögert beantwortet werden? Oder nachts? – Ja, vielleicht ist der Mitarbeiter in einer speziellen Situation, die das erfordert.

Empfehlung: ein, zwei Tage Präsenztage pro Woche

Wir bemühen eine Stanford-Studie aus dem Jahr 2015, auch wenn sie ein paar Jahre alt ist. Dort wurde belegt: Wer im Homeoffice arbeitet, ist fleißiger und motivierter. OKAY, an der Stelle sei gesagt, dass es sich um eine Studie in einer bestimmten Branche, einer bestimmten Kultur und experimentellen Charakter handelt. Interessant aber war schon damals die Empfehlung des führenden Forschenden, der die Hypothese aufstellte: Am zielführendsten für alle seien ein, zwei Präsenztage pro Woche.

Für manche eine Herausforderung

Spannend, denn sicher ist es für manche unter uns eine echte Herausforderung, sich selbst zu motivieren und bei all der Ablenkung, Homeschooling, Kochen oder privaten Verlockungen zu fokussieren. Daher ist die vermutlich wichtigste Frage: Welcher Typ bin ich selbst? Und: Was kann ich dafür tun, um effektiver im Homeoffice zu werden, wenn ich mich für diesen Weg aktiv entscheide(n kann)?

Reflexionsfragen zum Thema Homeoffice:

Wie steht mein Unternehmen generell und jetzt im Speziellen zum Thema?

Welche Haltung haben meine direkten Vorgesetzten?

Welcher Lern- und Arbeitstyp bin ich selbst, wenn ich auf meine vergangenen Erfahrungen blicke? Unter welchen Bedingungen sind mir Herausforderungen gut gelungen … im Homeoffice oder im Büro – und warum?

Was müsste ich aktiv verändern, damit ich noch besser im Homeoffice arbeiten kann?

Die Studie über Homeoffice der Stanford University können Sie hier nachlesen.

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Hier können Sie einen Artikel über das Pendant Burnout lesen: Boreout. Könnte es gegebenenfalls hilfreich sein, diesem Phänomen entgegenzuwirken, indem wir von zuhause arbeiten?