Herausgepickt: Sind Studiengebühren unfair?

DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. In Deutschland ist das Studium kostenlos, zumindest an den meisten staatlichen Universitäten und Hochschulen. Dagegen sind Studiengebühren in anderen Ländern wie USA oder England selbstverständlich. Was heißt das für sozial schwächer Gestellte? Inwiefern sind Studiengebühren ungerecht? Erweitern diese die soziale Schere? Hierzulande würde man wahrscheinlich klar sagen: ja. Doch eine englische Langzeitstudie behauptet etwas anderes.

Picjumbo, Viktor Hanacek

Was genau?

Seit den 1980er bzw. 1990er Jahren ist Studieren beliebter geworden. Heutzutage meint man fast, dass jeder, der Abitur oder IB macht, studiert. Welche Rolle spielen Studiengebühren bei der Betrachtung sozialer Verhältnisse? Die Engländer müssen es wissen, dort kostet Studieren im Regelfall viel Geld. Und sie behaupten: Es besteht trotzdem Chancengleichheit zwischen Arm und Reich.

Warum DeSelfie?

Bisher haben wir angenommen, dass Menschen aus sozial schwächeren Verhältnissen es schwerer haben, später eine akademische Laufbahn zu wählen. Eine Langzeitstudie in England besagt nun, dass das nicht unbedingt der Fall ist. Die Beobachtung über 19 Jahre hinweg ergab: Die Anzahl von Studierenden aus wohlhabenden und sozial schwachen Familien gleicht sich aus. Der Grund: Vereinfachte Kredite haben eine entscheidende Rolle übernommen.

Doch wie fair ist die Belastung tatsächlich langfristig, wenn die Kredite zurück gezahlt werden müssen? Wie lange und wie drastisch ist das Einkommen der anfangs sozial Schwachen vermindert – im Vergleich zu denen, die ohne Kredit studieren?

Reflexionsfragen auf kollektiver Ebene: Würde ein fester Studiengebührenbetrag in Deutschland zu einer Verbesserung oder Verschlechterung der Situation von Studierenden führen? Wie stünde es um die Motivation oder die Belastung?

Die kostenpflichtige Studie über Studiengebühren ist hier verfügbar.

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