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Erfahrungsbericht: Ein DeSelfie über die wichtigen Fragen im Leben. Und über Vertrauen.

Erst war da die große Krise. Studienabbruch nach sieben Semestern. Von der Freundin getrennt. Dann der Umschwung zu Neuem und schließlich auch das Loslassen von Altem. Und plötzlich war das Vertrauen in sich selbst wieder da. Auch wenn es etwas gedauert hat. Und schließlich kam das verloren geglaubte Gefühl wieder zurück: das Verliebtsein! Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, sich zu verlieben? Der 25jährige Colours berichtet aus seinem Leben.

Die Liebe kommt unbemerkt

Oftmals merkt man es nicht. Man sieht eine Person, nimmt sie wahr. Ein kurzer Blick, der Anfang von etwas Großem?

Die Uhr tickt, die Zeit läuft ab. Der Moment, bis sich beide treffen. Bis die Emotionen die Kontrolle des Körpers übernehmen. Gerade noch abgewartet – und schon ist man voll dabei.

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, sich zu verlieben. Keine Planung, kein Vorhaben, keine Bindung kann daran etwas ändern. Es passiert einfach.

Genau das macht Liebe aus. Die Unberechenbarkeit, die frei werdenden Kräfte. Das Gefühl zu lieben. Das fühlt sich gut an.

Wenn das Herz höher schlägt

Der Bauch zuckt, wie durch einen Stromschlag, wenn man die Person sieht. Die Pupillen weiten sich, das Herz schlägt schneller. Die Atmung verflacht. Als würde man keinen Sauerstoff brauchen, wenn man sie sieht. Die Zeit bleibt stehen. Der Moment bleibt. Das Gefühl kommt. Es nimmt den Menschen ein. Lähmt seine Gedanken, steigert sein Handeln. Aber nur in eine Richtung. In Richtung dieser einen Person.

Mit der Unberechenbarkeit leben lernen

Die Person geht. Zu spät ist der, der wartet. Wer wartet, versucht nicht. Die Versuchung aber bleibt. Wer geduldig wartet, hat sich im Griff. Aber hat man die Liebe im Griff?

Der Mensch lebt mit all seinen Sinnen. Er fügt sich in seine Umwelt ein, macht alles nach Schema F. Wie all die Menschen vor ihm. Er ist bedacht, auf seinen Vorteil aus. Auf sein Leben. Nicht egoistisch. Aber durchaus bestimmt.

Wenn die Liebe alles über den Haufen wirft

Und dann kommt die Liebe. Wirbelt herum, wirft alles über den Haufen. Ein Sturm aus heiterem Himmel. Über die Gewalt, die man nicht besiegen kann. Ihr schutzlos ausgeliefert zu sein ist das, was Sie so übermächtig macht. Einerseits genau richtig, im richtigen Moment. Andererseits nicht, nie richtig, entweder zu spät oder zu früh.

Schmetterlinge im Bauch. Ein längst vergessenes Gefühl ist wieder zurück gekehrt.
Bild für DeSelfie: Nele Marlen

Ist das der Sinn des Lebens? Vertrauen?

Aber ganz sicher nicht perfekt. Davon lebt sie, die Liebe! Sonst würde sie uns nicht fesseln, uns nicht zeigen, wie sehr wir spüren. Sei es das Herz, das weh tut oder der Kopf, der schwer wird, der nicht mehr will!

Kann es sein, dass sich das Leben darum dreht? Der Sinn des Lebens der ist, geliebt zu werden und zu lieben?

DeSelfie heißt: Sich selbst auf der Spur sein.

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Hier schreibt der Autor über sein “Geschafft”.

Und hier geht es darum, den Mut zu etwas Neuem zu schöpfen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]