…und wie wir großzügig sein können
Johanna Jacobi ist Theaterkünstlerin und Wortschmiedin mit fast zwei Füßen im Fünfseenland, und ein paar Zehen in Großbritannien. Obwohl, wenn man dem glaubt, was sie hier geschrieben hat, dann ist auch noch mindestens ein Zeh im Pazifik, und überhaupt, kann man genug Füße und Hände haben um den ganzen wechselseitigen Zusammenhängen unserer Zeit gerecht zu werden…?
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Wenn Lebendiges miteinander verbunden ist
Vor einigen Jahren durfte ich hier auf DeSelfie einen langen Artikel veröffentlichen, der insbesondere von Braiding Sweetgrass, einem Buch der Potawotami Biologin Dr Robin Wall Kimmerer, inspiriert war. Das Bedürfnis, diesen Artikel zu schreiben, kam aus einer wirklich tiefen Dankbarkeit für die vermittelten Ideen: die der Reziprozität und Verflochtenheit zwischen allen Lebendigen – auch uns Menschen. Ich wollte teilen, warum diese Geschichten nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks, sondern auch und ganz spezifisch hier in Europa wichtig sind, und so selbst reziprok handeln.
Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zurückzugeben, die nicht finanzieller Natur sind. Aber als ich dann das Honorar für diesen Artikel (und ich hatte es nötig) auf dem Konto hatte, wollte ich es irgendwie gleich wieder weitergeben. Das habe ich sobald es ging gemacht – und meinen Fokus bei dieser finanziellen Reziprozität auf Projekte gelegt, die mir, und den Werten in Braiding Sweetgrass, nahe erschienen.
Entscheidungsflut
Aber wie entscheide ich denn, wo das eigene Geld hilft? So oft sehen wir Geld als etwas Schmutziges oder Banales – lässt sich diese merkwürdige Entfremdung beim Spenden überwinden? Welchen Unterschied macht es, ob ich an UNICEF oder an die örtliche Bürger-Insel spende? Und wie bei der allgemeinen Entscheidungsmüdigkeit auch noch die Pros und Cons und Seriosität von verschiedenen wohltätigen Organisationen abwägen?
22:00, U4 in München: Der Info-Screen der MVG zeigt Bilder und Texte zu russischen Drohnenangriffen auf Kiew am Vortag. Nach einer Unterbrechung durch kontextlose Statistiken, oder wahlweise einen Maus-und-Elefant-Trickfilm bekommt der Präsident der USA ein wenig Platz in der Nachrichtenrubrik, dann die Wahlergebnisse in Meck-Pomm. Ein Fun-Fact zu süßen Meeressäugern. Ich überlege kurz, ob sie wohl auf der Roten Liste der World Conservation Union stehen, dann freue ich mich, dass der Baumentscheid so zahlreich unterschrieben wurde, und schaffe es endlich wegzuschauen, als die Fußball-Neuigkeiten kommen.
Die Werbung am Gleis der U1/U2 wechselt zwischen Bildungshilfe für ein Land in Afrika und der Werbung eines Molkerei-Giganten für ein Dessert das weniger nach Nahrungsmittel und mehr nach Produktionssubstanzen für Autositzpolster anmutet. Ich schlafe richtig gut und konfrontiere am nächsten Morgen um 08:30 frohgemut dieselbe Informationsflut. Gelogen. Frohgemut bin ich in dem Moment nur darüber, dass ich kein Instagram mehr habe. Hört sich vertraut an?
Verflechtungen
Ich habe mich der Vermutung angeschlossen, dass die reine Menge an Informationen, die uns über den Zustand der Welt zufließt, uns mehr lähmt als zu Akteuren für positiven Wandel macht. Und dass darüber hinaus einige sehr reiche Menschen von unser aller Überforderung und all dem Chaos mächtig profitieren. Ich will aber in dieser Lähmung nicht stecken bleiben, sondern lieber hier Ansätze zu finanzieller Reziprozität teilen.
Wir sehen zunehmend, wie unser Leben mit denen aller anderen zusammenhängen, historisch, ökologisch, politisch. Ob wir uns als wohlhabend empfinden oder nicht, hier in Deutschland haben die meisten von uns vom Wichtigsten genug, und viele von uns haben das Bedürfnis, unsere finanziellen Mittel für das Wohl anderer einzusetzen. In meinem letzten Artikel für DeSelfie, Ministry of Loneliness, habe ich mich zu einem gewissen Grad auf die Seite geschlagen, dass während es die „Online-Community“ vielleicht gibt, Gemeinschaft vor Ort mit gelebter gegenseitiger Fürsorge von größter Wichtigkeit ist.
Davon möchte ich den Gedanken der dezentralen Organisation beibehalten. In der digitalen Welt aber, in der wir uns tagtäglich bewegen, dürfen wir auch reflektieren, wie wir unser größeres Wissen um die Lebensrealitäten weit entfernter Gemeinschaften am besten nutzen.
Fluss der Ressourcen
Unser Geld ist dabei eine große Bewegungskraft. Das Nachdenken über den globalen Fluss größerer Geldmengen macht mir zwar wenig Spaß, ist aber irgendwie zur Angewohnheit geworden. Konfrontierend ist dabei immer, dass Dynamiken, die mir im Schulunterricht als historisch verkauft wurden (Kolonialismus, räusper) sich als brandaktuell herausstellen.
Immer wieder höre ich zum Beispiel wie das Wort „Wirtschaftsmigrant“ disqualifizierend gebraucht wird: die falsche Art von Flüchtling, will etwas von „unserem“ Wohlstand abhaben anstatt sich um „sein eigenes Land“ zu kümmern. Die Thematik ist wirklich komplex, aber ein Plakat in meiner örtlichen Unterführung in London empfand ich als recht treffend: „We did not come to Britain. Britain came to us.”
Die imperialen Strukturen der vergangenen fünf Jahrhunderte, sowie ihre clever-bis-perfiden Updates, schwemmen bis heute Ressourcen von Ex-Kolonien zu Ex-Kolonialstaaten. Viele Wirtschaftsmigranten schwimmen wohl oder übel dem Geld ihrer Vorfahren hinterher. Selbst für die von uns, die dieses Verständnis teilen, mögen Worte wie „Reparationen“ angsteinflößend sein. Unsere Lebensrealität in einer Zeit ökologischer Umbrüche ist aber solche: unser Wohlergehen hängt voneinander ab.
Wir können nicht überleben ohne die Wälder, die von bedrohten indigenen Völkern in Südamerika verteidigt werden. Und wenn wir etwas „wegwerfen“, dann möchte ich gerne wissen wo dieses „Weg“ ist: Thailand? Polen? Der Mond? Genug der Gedankenspiralen. Im Folgenden will ich anhand einiger Projekte, die ich unterstütze, aufzeigen, welche Auswahlkriterien helfen könnten, um der Entscheidungslähmung entgegen zu wirken. Und um dort Wandel zu bewirken, wo er zählt.
1. Lokal handeln
Die Geschichten aus Braiding Sweetgrass spielen sich auf Turtle Island, hauptsächlich in den heutigen USA, ab. Aber ihre Bedeutung empfand ich als global. Ich wollte hier in Europa etwas bewirken, um unsere Landschaften resilienter und wilder zu machen, und Menschen in Beziehung zu ihnen zu bringen. Da war es sehr passend, dass einen Monat nach meinem eigenen Umzug von England nach Deutschland, eine Herde Wisents im Blean Forest in Kent angesiedelt wurde. Dort sollten sie zur natürlichen Verjüngung der Baumbestände beitragen, Biodiversität fördern, die CO2-Speicherung im Boden fördern, und nicht zuletzt Besucher für den Wald begeistern.
Weil ich ein besonderes Faible für urige Pflanzenfresser habe, war ich diesem Projekt des Kent Wildlife Trust und Wildwood schon länger gefolgt. Im Frühjahr war ich in Blean zwischen Hasenglöckchen spazieren gegangen, dann mit dem Fahrrad von Canterbury nach Whitstable gefahren. Jetzt ging es wie im fliegenden Wechsel: drei Wisent-Kühe aus Schottland und Irland begannen im Juli 2022 ihr neues Zuhause zu erkunden und Ende August verließ ich meine Wahlheimat. Ein deutscher Wisentbulle stieß später zu der Bleaner Herde. Und im folgenden Jahr wurde überraschend das erste Wisentkalb geboren. Es macht mich glücklich, diese Initiative unterstützt zu haben, und ich kann bis heute mit großem Interesse sehen, wie mein Geld etwas beiträgt, zu dem, was mir so wichtig ist.
Ein Ort, der mir am Herzen liegt- Eine Spezies, die mir am Herzen liegt
- Sichtbare Wirkung, die ich weiter mitverfolgen kann
- Ökologischer Mehrwert regional und global
- Mehrwert für Besuchende und Anwohnende
2. Heilende Welt
Etwas breiter gefächert sind die Projekte von „Mossy Earth“, deren informative Mini-Dokus ich immer gerne im Internet ansehe. Als ich dann darüber nachdachte, wie ich das Geld vom Artikel in etwas Gutes stecken kann, habe ich recht schnell an Mossy Earth gedacht. Die Rewilding Initiative arbeitet in Landschaften, die nicht schon von vornherein als ökologisch wertvoll und schützenswert eingestuft wurden, sondern Rehabilitationsmaßnahmen benötigen – ob es sich um eine abgewirtschaftete Kakao-Farm, um ein degeneriertes Korallenriff oder eine kanalisierte Flusslandschaft handelt. Das Ziel ist es, natürliche Prozesse wieder möglich zu machen und gegebenenfalls zu beschleunigen. Ich lerne immer etwas und bekomme regelmäßig Updates darüber, was meine Spende (so klein sie auch ist) möglich macht.
- Sichtbare Wirkung, die ich weiter mitverfolgen kann
- Ökologischer Mehrwert regional und global
- Mehrwert für Besuchende und Anwohnende
- Ein Gefühl der Wiedergutmachung
3. Katastrophenhilfe und Crowdfunding mit persönlichem Bezug
Wenn ich auf jede Katastrophe tatkräftig antworten könnte, ohne meinen Angehörigen auf der Tasche zu liegen und meine mentale und physische Gesundheit kaputt zu wirtschaften – ich würde es tun. Da ich aber nicht Herakles oder Thor bin (und übrigens auch nicht Sterntaler!), unterstütze ich dort, wo ich eine persönliche Verbindung habe, oder aus meiner eigenen Geschichte heraus eine Bringschuld, eine Verpflichtung zur Reziprozität. So zum Beispiel bei den Waldbränden in Hawai’i 2023.
Hawai’ianische Musik begleitet mich seit meiner Kindheit, macht mich froh, nachdenklich, schenkt mir Kraft, ob John Cruz, Jack Johnson, Paula Fuga, oder Waimanalo Blues. Und seit meine Schwester im südpazifischen Raum lebt ist mir die kulturelle Verbindung noch bewusster, auch wenn zwischen Aotearoa und Hawai’i tausende Kilometer und hunderte Jahre liegen. Es gibt auf Hawai’i verschiedene lokal organisierte Initiativen, die direkt den Menschen vor Ort zu Gute kommen, ohne viele Mittelsmänner – nach Katastrophen tauchen allerdings verschiedenste Initiativen auf, die ich erst eingehend auf Seriosität untersuchen will.
Ich kannte die kulturelle Arbeit der Mana Maoli und bin ihrer Spende-Empfehlung gefolgt. Wir können nicht auf alles reagieren. Aber eine kulturelle Verbindung, die wirtschaftlich-koloniale Strukturen und Kontinente überbrückt kann unterstützen, kann etwas bewirken, ganz direkt. Dadurch, das ganz viele Menschen so handeln, kommt hoffentlich eine diverse Bandbreite an Unterstützung zusammen. Wobei ich mir auch bewusst bin, dass es Orte gibt, die leichter vom allgemeinen Radar der Verantwortlichkeit fallen als Hawai’i – aber wer weiß, vielleicht ist ja für jemand von euch ein bestimmter Ort in Uganda oder Australien oder Chile relevant?
- Verantwortlichkeit aus der eigenen Geschichte heraus
- direkte Hilfe ohne viele Mittelsmänner
- Sammlung, die von einer vertrauenswürdigen Initiative empfohlen wurde
- Sammlung, die direkt den Gemeinden vor Ort zugute kommen und ohne
- bevormundende oder kompliziert-bürokratische Auflagen genutzt werden kann
4. Kulturelle Initiativen
Die meiste hawai’ianische Musik, die ich in meinem Leben gehört habe, kam von den CDs meiner Eltern oder von Streaming-Plattformen. Ich habe also herzlich wenig dafür bezahlt. Genau so auch, als ich begann den Podcast All My Relations zu hören. Gastgeberinnen sind Matika Wilbur, Mitglied der Tulalip und Swinomish Nationen und Temryss Lane von der Lummi Nation in Washington State. Thema ist alles, was Dekolonisierung und indigene Menschen, vor allem in Nordamerika, betrifft.
Er hat mich soviel begleitet, auf Reisen, beim Kochen, beim Aufräumen, und immer wieder lerne ich Neues und werde herausgefordert, meine Perspektive und mein kulturelles Verständnis zu erweitern. Deshalb habe ich dann auch angefangen, das Projekt über Patreon mit einer kleinen monatlichen Spende zu unterstützen – obwohl ich es eigentlich weniger als Spende und mehr als geringfügigen Unkostenbeitrag empfinde. Und wer in meinen Artikel Als Wollten Wir Bleiben hineingeschnuppert hat, weiß wohl wieviel ich unter anderem dem kulturellen Erbe von Sioux / Lakota, Cherokee und Potawotami Nationen schulde.
Aus dem Projekt All My Relations ist über die Jahre ein kulturelles Zentrum in Seattle namens Tidelands geworden, wo unter anderem der Podcast Old Growth Table produziert wird, wo ein Leseclub, Autorengespräche und Ausstellungen stattfinden. Und meinem Vater habe ich zum Geburtstag Matika Wilburs umfangreiches Photobuch Project 502 geschenkt – Futter für die Seele anstatt mehr Zeug. Ist mir sozusagen in die Hände gefallen. Beispiele dafür, dass man oft finanzielle Reziprozität einfach dadurch leben kann, in dem man sich ganz spezifisch kulturell beteiligt und interessiert – und dann bewusst das fördert, was ohne offizielles Preisschild ist.
- (Frei zugängliche) kulturelle Projekte, an denen wir schon teilhaben / Kunst, die schon Teil unseres Lebens ist
- Frei zugängliche Bildungsarbeit, die sich über Spenden finanziert
- Initiativen wählen, die sich nicht im Wettbewerb sehen, sondern andere Kunstschaffende und Gemeinschaftsprojekte fördern
- Achsenzeitalter
6. Auf der Reise
Schließlich möchte ich noch ein Thema erwähnen, in dessen Kontext mir meine eigene Handlungsweise noch unzureichend vorkommt. Bei den zwei Besuchen bei meiner Schwester in Aotearoa Neuseeland (ganz abgesehen von den Mengen an Treibhausgasen die für solche Flüge ausgestoßen werden) habe ich so viele Erfahrungen geschenkt bekommen, die sich nie in Geld aufwiegen lassen, und ich möchte mehr als Geld „zurück-schenken“.
Dennoch, unsere Entscheidungen unterwegs, ob in der Nähe, ob in der Ferne, bieten viele Gelegenheiten, unser Geld bei lokalen Initiativen zu lassen, welche die Gemeinschaften vor Ort unterstützen. Sowieso bereichernder, wenn man mich fragt.
In this economy?!?- Koha
Es ist leicht, „ich kann nicht alle(s) retten“ mit „ich kann nichts ändern“ zu verwechseln.
Wer selbst mehr Ressourcen zur Verfügung hat, spendet zwar statistisch gesehen mehr – ist ja auch richtig so, finde ich – aber nur absolut, nicht relativ. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung spenden weniger wohlhabende Haushalte prozentual am Einkommen gemessen mehr Geld für wohltätige Zwecke als sehr wohlhabende (Fratzscher für DIW, 2023). Und laut der Kühne Logistics Universität in Hamburg sind geringer verdienende Bürger deutlich tatkräftiger, wenn es um nicht-finanzielle Unterstützung in der Gemeinschaft geht (Kühne Logistics University, 2026).
Der Māori Theatermacher Tānemahuta Gray erklärte mir mal das Konzept der koha, wörtlich ein „Geschenk des Atems“, was die wechselseitige Natur eines Geschenkes hervorhebt. Koha können Gaben finanzieller Natur sein, oder Sachspenden, oft in Antwort auf ein Geschenk oder eine unentgeltliche Leistung. Koha sind nicht verpflichtend, aber haben eine wichtige soziale Bedeutung und tragen im Verhältnis zum Wohlstand der oder des Gebenden zu ihrem oder seinen persönlichen Prestige oder mana bei.
Eine Person, die ihren eigenen Möglichkeiten entsprechend großzügig gibt, verkörpert mehr mana als ein Millionär, der 100 Dollar spendet (Gray, 2021). Großzügigkeit hat also etwas mit Respekt zu tun, mit dem Respekt, den man jemandem durch ein Geschenk zeigt, und mit dem Respekt, den man durch die eigene Großzügigkeit verdient.
Verwandtschaft & Verantwortung
Ich bin mir der Kraft großer Reichweite und zentral koordinierter Initiativen bewusst. Gleichzeitig sind es in meiner Erfahrung kleinere Initiativen mit direktem Bezug, denen ich treu bleibe, und zu denen ich auch etwas erzählen kann, so zum Beispiel wenn mich jemand nach meinem Storch-T-Shirt vom Knepp Wilding Projekt fragt (also wann immer ich es trage). Für mich sind die Erfolge großer Organisationen oft zu abstrakt, um mich dauerhaft zu engagieren. Ihre Finanzen sind oft weniger transparent oder einfach schwieriger zu verstehen. Gerade bei großen Organisationen kommen meine bescheidenen Spendenbeiträge mir oft wie ein Tropfen auf einem heißen Stein vor. Ich weiß zwar, dass Kleinvieh auch Mist macht, und unterstütze einige größere Verbünde, aber eine wirklich gefühlt reziproke Beziehung habe ich zu den Projekten wie denen von welchen ich hier erzählt habe. Auch mein Bauchgefühl ist viel klarer, wenn ich Geld an Initiativen spende, die ich wirklich kenne.
All My Relations heißt der Podcast nicht nur weil es um „Relationships“, um Beziehung geht, sondern weil es um Verwandtschaft geht. Ich sehe die lebendige Welt als Verwandtschaft, und Familie bedeutet für mich, Verantwortung füreinander zu übernehmen, uns bewusst zu sein, von wem wir abhängen und wem wir vielleicht auch durchaus was schuldig sind – und diese Beziehungen mit Großzügigkeit, Respekt und Zuneigung zu leben. Wann immer ich das auf die Reihe bekommen habe bin ich unermesslich beschenkt gefühlt im eigenen Aufgehoben-Sein in der Welt. Für wen sich das zu märchenhaft anhört, der lese die Statistiken zu Glücksgefühen nach dem Spenden.
Die klingen recht ähnlich!
Quellen
All Our Relations:
• https://open.spotify.com/show/4mHQR9Xkhl5ZAOJndFA3uT?si=39571f00ded14d83&nd=1&dlsi=379792b68f72408b [Besucht 30.09.2026]
• https://www.allmyrelationspodcast.com/podcast [Besucht 30.09.2026]
Fratzscher, M. (2023) Wieso spenden Reiche in Deutschland so wenig? Berlin: Deutsches
Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Verfügbar von https://www.diw.de/de/diw_01.c.867152.de/nachrichten/wieso_spenden_reiche_in_deutschland_so_wenig.html [Besucht 30.09.2026].
Gray, T. (2021) A conversation with the artistic director of Taki Rua: Tānemahuta Gray. Interviewed by C. Friedrich, 2 February.
Kimmerer, R. W. (2020) Braiding Sweetgrass. 2nd Edition. Dublin: Penguin Random House.
Kimmerer, R. W. (2024) The Serviceberry. London: Penguin Random House.
Kühne Logistics University (2026) Wer hilft mehr – Geringer Verdienende oder
Wohlhabende? Es kommt auf die Situation an. Hamburg: Kühne Logistics University. Verfügbar von https://www.klu.org/de/artikel/wer-hilft-mehr-geringer-verdienende-oder-wohlhabende-es-kommt-auf-die-situation-an [Besucht 30.09.2026].
Mossy Earth: https://www.mossy.earth/
Twist, L. (2017) The Soul of Money (2nd edition). New York: Norton.
Wilder Blean / Kent Wildlife Trust https://www.kentwildlifetrust.org.uk/projects/wilder-blean
Alle Fotos: Danke an pexels.
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