Herausgepickt: Menschen arbeiten nicht produktiv acht Stunden am Stück

DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Das klassische Arbeitsleben läuft von Montag bis Freitag – nine to five. Bisher hinterfragten nur wenige CEOs diese Regelung. Ein Geschäftsführer wurde nun aktiv  und bot seinem Team an: “Gleiches Gehalt – bei nur fünf statt acht Stunden Arbeit!” Wie er auf die Idee zum Fünf-Stunden-Arbeitstag gekommen ist und wie das Prinzip funktioniert, berichtet er in dem verlinkten Interview. 

Was genau?

Lasse Rheingans ist Geschäftsführer der Bielefelder Agentur Digital Enabler. Seinem neuen Team schlug er zu Beginn seiner Tätigkeit ein neues Projekt vor: den Fünf-Stunden-Arbeitstag. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter von 8 bis 13 Uhr konzentriert und ohne Pausen durcharbeiten, aber dafür ab 13 Uhr in den Feierabend starten – oder vielleicht nennt man das in dieser Agentur schon “Feiermittag”… Ursprung dieser Idee waren die eigenen Erfahrungen des Geschäftsführers. Dieser wünschte sich mehr Zeit für private Aktivitäten, weshalb er sich bei einer vorherigen Agentur zwei Tage die Woche ab mittags frei nahm. Er erkannte, dass sein Arbeitspensum auch an diesen Tagen zu bewältigen war. Allerdings konnte er diese Produktivität nicht an langen Tagen beibehalten. Daher führte er mit seinen jetzigen Kollegen dieses Experiment durch. Erstes Fazit: Der Fünf-Stunden-Arbeitstag ist ein Erfolg!

Warum DeSelfie?

Weil die Umstellung von acht auf fünf Stunden dazu zwingt, die eigenen Arbeitsgewohnheiten – vielleicht sogar Alltagsgewohnheiten – zu hinterfragen. Wo verschwenden wir Zeit? Was machen wir besonders gut und schnell? Was liegt uns nicht so besonders?

Vor allem Führungskräfte profitieren von diesen Überlegungen. Sind die Aufgaben im Team gut verteilt? Genauer: Ist das Pensum meiner Mitarbeiter angemessen und bearbeiten die richtigen Leute die richtigen Themen?

Das verlinkte Interview können Sie hier aufrufen.

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DeSelfie heißt: Sich selbst auf der Spur sein.