Jobs aus der Zukunft

Herausgepickt: 21 Zukunftsjobs

DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Dieses Mal beschäftigen wir uns mit Jobs aus Zukunft. Die Arbeitswelt ändert sich schneller denn je. Mit ihr verändern sich die Anforderungen an Arbeitnehmer. Dieser Wandel bringt sowohl die Schaffung neuer Arbeitsstellen mit sich als auch die Gründung völlig neuer Branchen. Eine Studie stellt 21 durchaus realistische Stellen der Zukunft vor.  

Zukunftsforschung: Die postdigitale Ära

Die Balancefindung zählt

Das Thema Digitalisierung ist im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Der moderne Mensch greift durchschnittlich über 2.000 Mal am Tag zum Smartphone. Es ist nur logisch, dass bei einigen von uns die Sehnsucht nach dem Analogen groß ist. Der Wunsch nach Abschalten, nach Entspannung und “Echtheit”. DeSelfie beschäftigt sich auch in diesem Jahr mit soziopsychologischen Beobachtungen rund um das Thema Selbstreflexion im digitalen Zeitalter. Wir starten mit den Trendbeobachtungen von Matthias Horx, die uns dazu inspiriert haben, über die “postdigitale Ära” nachzudenken.

Thx to pexels.com Lisa Fotios

Storytelling mit Tiefgang

DeSelfie-Lieblingsseite 2018: Nick Cave

Herausgepickt: DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Dieses Mal machen wir einen popkulturellen Ausflug und stellen das neueste Projekt von Nick Cave vor: Eine FAQ-Webseite, auf der er sich den Fragen seiner Fans – und damit auch den Fragen seines Lebens – stellt. Sie ist aus heutiger Sicht antizyklisch zu betrachten. Die Webseite ist nicht strategisch wertvoll ausgerichtet, arbeitet weder mit Likes, noch mit Algorithmus-Logiken oder versteckten Online-Mechanismen. Sie ist schlicht und besteht überwiegend aus: persönlichem Storytelling. Diese Seite ist ein Beispiel dafür, wie digitales Schreiben mit Tiefgang aussehen kann: The Red Hand Files.

Nick Cave, thx to Sonic PR, Great Britain

Agilität und Entschleunigung

Warum eine Balancefindung aus Agilität und Entschleunigung immer wichtiger werden wird

Vielen Dank, Jan Füchtjohann, für das wunderbare Essay in der Süddeutschen Zeitung. DeSelfie verlinkt an dieser Stelle wieder einmal eine interessante Zeitgeist-Betrachtung: In seinem Artikel „Agile Revolution“ (Print-Ausgabe vom 11.12.2018, S. 9), der im Netz mit „Demokratie muss rumpeln und stottern“ überschrieben ist, argumentiert der Autor, dass demokratische Prozesse Zeit brauchen – und diese sich somit gegensätzlich zur beschleunigten digitalisierten Welt verhalten.

Thx to Moose Photos

Arbeiten im Jahr 2030

Welche Werte werden wichtiger werden?

Wie motivieren wir unsere Mitarbeiter? Wir rekrutieren wir die Besten? Wie halten wir sie? Diese und weitere Fragen beschäftigen zahlreiche Management- und Personalabteilungen – und vice versa auch die Arbeitnehmer selbst.

In einem Workshop fiel zu diesem Thema neulich ein bemerkenswerter Satz. Es waren 15 Menschen zusammengekommen, um darüber nachzudenken und sich auszutauschen, was in Zukunft wichtiger oder weniger wichtig für Arbeitnehmer sein könnte. Angelehnt an die Studie www.arbeitenviernull.de, hatten die Teilnehmer in einer Sequenz vier Werte andiskutiert, die laut Studie Arbeitnehmern im Jahr 2030 wichtig sein würden. Die Teilnehmer klopften diese Werte – und Arbeit 2030 – auf sich selbst bezogen ab. In 2030 werden sie selbst zwischen 33 und 72 Jahren sein.

Danke an: www.pixabay.com

Das Smartphone als Teil von uns

Ein sehr gelungenes Radio-Feature über uns Handymenschen

Herausgepickt: DeSelfie kommentiert und verlinkt interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Dieses Mal haben wir eine spannende Radioreportage auf Bayern 2 entdeckt: “Handyman. Eine Anatomie des digitalisierten Menschen” ist kein Science-Fiction, sondern ein Statusbericht unserer Zeit, beleuchtet von unterschiedlichsten Perspektiven – technologisch, psychologisch und gesellschaftlich. Sie sollten sich unbedingt eine Stunde in Ruhe Zeit dafür nehmen. Sind wir mal ehrlich: Wer gönnt sich heutzutage 54 Minuten Konzentration für eine Radio-Sendung “einfach so”?

Danke an rawpixel.com

Das Geheimnis innerer Stärke

Experteninterview mit DeSelfie-Herausgeberin Dr. Astrid Dobmeier

Die Journalistin Jennifer Felmet wollte für die Medizinredaktion der Bauer Media Group von DeSelfie wissen: Wie können wir zu innerer Stärke gelangen? Gibt es eine Möglichkeit, aktiv daran zu arbeiten? Die gute Nachricht: Ja, natürlich! Die schlechte: Es macht Arbeit und beginnt erst einmal damit, dass wir uns darin schulen sollten, unser Denken, Fühlen und Handeln wahrzunehmen. Gründlichkeit zahlt sich aus. Ein Kurz-Interview mit DeSelfie-Herausgeberin Dr. Astrid Dobmeier zum Thema Innere Stärke:

Danke an www.gratisography.com

Was bedeutet innere Stärke?

Dr. Astrid Dobmeier: Innere Stärke ist eine Kraft, die sich aus unserem Selbstbewusstsein speist. Man könnte auch anders sagen: Je mehr ich meiner Stärken und Schwächen selbst bewusst bin, desto wahrscheinlicher ist es, dass mich nicht viel aus der Fassung bringen kann. Wir werden nicht so geboren, sondern unsere Erfahrungen sind maßgeblich mit an diesem Weg beteiligt. Wer innere Stärke besitzt, der bleibt gelassen. Selbst unter Stress oder wenn jemand an seinem Ego kratzt.

Wie sehr haben negative Gedanken einen Einfluss auf meine innere Haltung?

Dr. Astrid Dobmeier: Je negativer ich über meine Handlungsmöglichkeiten denke, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich handlungsunfähig werde. Konkret: Wenn ich mir jeden Tag am Morgen vor dem Spiegel sage: “Mein Chef wird mich garantiert heute wieder zur Schnecke machen…”, dann könnte das eine sich selbst erfüllende Prophezeihung sein – und wirklich eintreten. Die innere Haltung befördert, wie wir nach außen wirken.

Dr. Astrid Dobmeier (by Kathrin Stetter)

Wie kann ich mich von negativen Gedanken befreien?

Dr. Astrid Dobmeier: Erst einmal muss es mir bewusst sein, dass ich negativ über mich selbst denke. Das ist der erste und wichtigste Schritt – aber leider auch der schwierigste. Meistens handeln wir ja so wie wir es gut kennen und können und wie ein Autopilot – also nach alten Mustern und Glaubenssätzen. Wenn ich beispielsweise früher oft den Satz gehört habe: “Du hast es wirklich nicht leicht”, dann habe ich das in der Regel zu meinem eigenen Satz gemacht. Sich davon zu befreien, gelingt durch Bewusstmachung. Erst das Bewusstmachen, dann das Verändern. Und viel Reflexion.

Wie schaffe ich einen gesunden Abstand zu äußeren Einflüssen?

Dr. Astrid Dobmeier: Indem ich mir bewusst ein Stopp-Zeichen für mich selbst denke. Auch hier wieder: Es kann nur mit einer guten Selbstwahrnehmung beginnen. Wenn ich mich selbst gut wahrnehme, kann ich mich auch locker selbst hinterfragen, ohne dabei zu verzweifeln. Es gibt Mentaltechniken, die dabei helfen. Menschen, die Yoga und Meditation betreiben, haben hier eine sehr gute Grundlage. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen: Das ist Dein Tanzbereich, das ist mein Tanzbereich. Eine imaginierte Grenze zwischen mir und den anderen oder Störfaktoren kann zum Beispiel schon helfen.

Wie kann ich mich innerlich stärken z.B. durch eine bestimmte körperliche Haltung?

Dr. Astrid Dobmeier: Großartig ist beispielsweise Amy Cuddys “Power Posing”. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass eine äußere, körperliche Power-Haltung das Erscheinungsbild nach außen und rückwirkend die innere Stärke beeinflussen können. Wer wie Superwoman post, fühlt sich auch so. Natürlich braucht es auch hier: Übung, Übung, Übung. Einen Marathon laufe ich auch nicht von heute auf morgen. Und ein Fußballspiel gewinne ich nur souverän, wenn ich die Erfahrung dieser Herausforderung schon oft gemacht habe

Kann ich meine innere Stärke trainieren?

Dr. Astrid Dobmeier: Am besten täglich. Mit neuen Sätzen, die ich zu mir sage. Mit neuen Bildern, die meiner Vision für die Zukunft entsprechen. Mit einem Gefühl, das ich mit innerer Stärke verbinde. Im Prinzip fängt innere Stärke mit dem Aufstehen am Morgen an. Ich kann das Was-wäre-Wenn-Prinzip nutzen: Angenommen, ich hätte die innere Stärke, die ich mir wünsche, wie wäre ich dann? Und das stelle ich mir vor und ich versuche zum Beispiel einmal in der Woche genau so zu tun als ob. Den ganzen Tag! Das ist die beste Übung überhaupt! Witzig ist: Ich sage das natürlich niemandem und beobachte, wie die anderen mich wahrnehmen. Meistens kommt da ungefragt eine Rückmeldung! Und das verändert auch wieder etwas und bringt Veränderung in Gang.

Welche Techniken gibt es, um mich innerlich zu stärken, dass ich nach außen selbstbewusst wirke?

Dr. Astrid Dobmeier: Power Posing nach Amy Cuddy, sich eigene Lebensstationen vor Augen führen, die ich schon gut gemeistert habe, Post-Its mit Motivationssätzen an den Kühlschrank kleben, Achtsamkeitstraining – es gibt nicht DIE EINE Technik, jeder kann etwas für sich entdecken. Der nächste Schritt ist dann das Ausprobieren und schließlich das Training. Techniken wirken nur durch Tun. Da kann ich  noch so viele Selbsthilfebücher lesen. Ohne das Tun ändert sich nichts.

Der Artikel war interessant für Sie?

Dann lesen Sie mehr über das Power Posing von Amy Cuddy bei DeSelfie und sehen Sie dazu auch ein Video.

Und erfahren Sie mehr über hilfreiche weitere Methoden zur Selbstreflexion.

Und lesen Sie auch in weiteren Interviews von Dr. Astrid Dobmeier Impulse zum Thema Selbstreflexion. Hier beispielsweise in einem Interview für die Zeitschrift Shape zum Thema Wohlfühlgewicht.

Oder hier über den Verdienst weiblicher Führungskräfte in der IT-Branche.

Und hier können Sie lesen, warum jede Unternehmenskultur – vor allem in Zeiten des digitalen Wandels – bei Selbstreflexion der Führungskräfte und Mitarbeiter beginnen sollte.

DeSelfie heißt, sich selbst auf der Spur sein.

 

Ein Porträt über Ernst von Glasersfeld

Vorbildcharakter: ein unkonventioneller Denker

An dieser Stelle würdigen wir bereits verstorbene Persönlichkeiten. Ihnen haben wir Erkenntnisse zu verdanken, die uns helfen können, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Ernst von Glasersfeld (1917-2010), Vertreter des Radikalen Konstruktivismus, starb im November 2010 im Alter von 93 Jahren. Er war ein unkonventioneller Denker. In diesem Porträt lesen Sie zehn Punkte, warum es sich in unserer schnelllebigen, komplexen und unsicheren Welt lohnt, sich mit Leben und Ideen des Philosophen zu beschäftigen. Anstoß zur Selbstreflexion.

Quelle: https://www.univie.ac.at/constructivism/EvG/biography.html

Der blinde Fleck

Der blinde Fleck in uns

DeSelfie beschreibt in diesem Fachartikel den sogenannten “blinden Fleck” –  Nein, nicht diesen, den Entdecker vor langer Zeit auf einer Landkarte mit Schiffen suchten. Es geht um jenen blinden Fleck, den wir finden, wenn wir uns auf die Reise zu uns Selbst begeben: zu unseren eigenen Wahrnehmungsmustern und der Frage, was Realität eigentlich ist.

Pexels.com